Klimaresilienz-Check Gesundheit 2050
© Roman Huber
© Roman Huber
Wie können wir in Landeck und Umgebung schon heute vorsorgen, damit unsere Region auch unter veränderten Klimabedingungen ein gesunder Lebensraum bleibt? Mit dieser Frage beschäftigte sich der Klimaresilienz-Check Gesundheit 2050, kurz KLIC Gesundheit 2050.
Als Tiroler Pilotregion führte die KLAR! Landeck und Umgebung den Prozess gemeinsam mit der Gesundheit Österreich GmbH und dem Klimabündnis Tirol durch.
Der Klimaresilienz-Check Gesundheit 2050, kurz KLIC Gesundheit 2050, unterstützt Gemeinden und Regionen dabei, sich auf die gesundheitlichen Folgen des Klimawandels vorzubereiten. Er verbindet eine fachliche Datenanalyse mit dem Wissen und den Erfahrungen der Menschen vor Ort.
Was wurde gemacht?
Ausgangspunkt war eine Analyse regionaler Daten zu gesundheitlichen Klimarisiken und den vorhandenen Voraussetzungen für die Anpassung. In zwei Workshops brachten insgesamt 25 Personen aus Gesundheit, Sozialem, Bildung, Jugendarbeit und Politik sowie engagierte Privatpersonen ihre Perspektiven ein.
Als Fokusthema entwickelte sich dabei die zunehmende Hitzebelastung von öffentlichen Räumen sowie das Umfeld von Bildungs-, Gesundheits- und Betreuungseinrichtungen.
Was können wir in Landeck und Umgebung schon heute tun, damit an Hitzetagen die Außenbereiche von Schulen, Pflegeheimen und dem Krankenhaus für alle Altersgruppen einladend und nutzbar sind?
Mit Blick auf mögliche Alltagssituationen im Jahr 2050 entwickelten die Beteiligten Ideen und wählten sechs Handlungsoptionen aus. Über interaktive Tafeln an 15 Orten in der Region konnte anschließend auch die Bevölkerung ihre Prioritäten einbringen. Dabei wurden rund 450 Stimmen abgegeben.
Die Ergebnisse zeigen einen deutlichen Wunsch nach mehr Aufenthaltsqualität und einer klimafitten Gestaltung öffentlicher Räume. Schatten, Begrünung, weniger versiegelte Flächen und die Einbindung der Menschen vor Ort sind dabei zentrale Anliegen.
Besonders wertvoll waren die Vernetzung und die gemeinsame Erarbeitung des Themas. Unterschiedliche Einrichtungen und Tätigkeitsbereiche kamen miteinander ins Gespräch, verbanden ihr Wissen und entwickelten ein gemeinsames Verständnis für Herausforderungen und Handlungsmöglichkeiten.
Die Ergebnisse sind im Regionalprofil KLIC Gesundheit 2050 für Landeck und Umgebung dokumentiert und bietet eine Grundlage für weitere Planungen und Entscheidungen.
In der breiten Bevölkerung wird vor allem die zunehmende Anzahl an Hitzetagen (mehr als 30°) und die damit verbundenen Gesundheitsprobleme mit dem Klimawandel in Verbindung gebracht. Eine Zunahme von Allergien und Atemwegserkrankungen, psychische Herausforderungen, Extremwetter-Ereignisse (Starkregen, Stürme, Hagel, Muren), Ausfälle in der Landwirtschaft (Dürreperioden, Hochwasser) oder auch ein erhöhtes Waldbrandrisiko sind weitere bekannte Folgen, die je nach Region bzw. geographischer Lage mehr oder weniger ausgeprägt sind. Insbesondere vulnerable Bevölkerungsgruppen (z. B. Schwangere, Menschen mit chronischen Erkrankungen, ältere oder armutsbetroffene Menschen) sind oft stärker von den Folgen des Klimawandels betroffen und haben ein höheres Risiko für klimabedingte Gesundheitsfolgen.
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